Krankengeschichte (Anamnese)
Zu Beginn der Behandlung wird zunächst die Krankengeschichte erfragt, um alle wesentlichen Informationen und Details, die zur Entstehung der Beschwerden beigetragen haben, zu erfahren.

Körperliche Untersuchung (Inspektion)
Anschließend finden die Untersuchung und die Behandlung statt, wobei immer alle drei Teilbereiche der Osteoathie berücksichtigt werden

  • Bewegungsapparat (Parietale Osteopathie)
    Hierzu gehören alle Gelenke, Statik, die Wirbelsäule, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder.
  • Das innere Organsystem (Viscerale Osteopathie)
    Hierzu gehören z.B. Verdauungstrakt, gynäkologischer Bereich, Blase, Niere, Leber, Lunge,…
  • Schädel – Hirnhäute – Kreuzbein (Cranio-sacrale Osteopathie)
    Über die Hirnhäute (durale System) steht der Schädel (Cranium) mit dem Kreuzbein (Sacrum) in Verbindung

Dauer
Der genaue Verlauf ist immer vom Einzelfall abhängig, da jede Behandlungssitzung individuell auf die Symptome des jeweiligen Patienten abgestimmt wird. Die Dauer einer Behandlung richtet sich nach den Beschwerden und liegt bei ca. 45 bis 55 Minuten. Die osteopathische Behandlung wirkt nach. Noch zwei bis drei Wochen später kann der Körper auf die Behandlung reagieren.

Termine
Wie viele Termine insgesamt nötig sind, ist auch vom Einzelfall und dem jeweiligen Krankheitsbild abhängig. Da die meisten Patienten nach der Behandlung ihren alltäglichen Belastungen weiterhin ausgesetzt sind, werden in der Regel mindestens 3 bis 8 Behandlungen im Abstand von 3 bis 6 Wochen angesetzt, damit sich der Behandlungserfolg stabilisieren kann.

Kleidung
Es wird empfohlen geschlossene, blickdichte Unterwäsche zu tragen, da für die Behandlung ein Entkleiden evtl. nötig sein könnte. Für die Liege werden Papierunterlagen bereitgestellt. Falls Ihnen ein Handtuch angenehmer ist, können Sie sich das natürlich gerne mitbringen.

Grenzen der Osteopathie
Die Osteopathie ist keine Notfallmedizin. Schwere und akute Krankheiten (z.B. Tumorerkrankungen, akuter Herzinkarkt, schwere bakterielle/virale Infektionen der starke c Beeinträchtigungen) gehören in die Hände eines Schulmediziners, können aber durch eine osteopathische Therapie unterstützend begleitet werden.